Im Rahmen der Internationalen Südpol-Expedition werden zahlreiche wissenschaftliche Projekte durchgeführt. Eines dieser Projekte leitet Dr. Melchior. Es dient der Erforschung einer effizienten Nutzung von Solarenergie durch den Einsatz von flexiblen Solarverbundzellen.

Ziel des Forschungsprojektes ist die Entwicklung einer stabilen störungsfreien Stromversorgung für den unabhängigen Feldeinsatz.

Die geplante Südpol-Expedition bietet beste Voraussetzungen für die Realisierung dieses Forschungsprojektes.

Ein Hauptproblem bei diesem Unternehmen ist eine zuverlässige Energieversorgung für die zahlreichen technischen Geräte, die einerseits das Überleben sichern andererseits aktuelle Forschungsdaten übermitteln bzw. dokumentarisch aufzeichnen. Mit herkömmlichen fossilen Brennstoffen ist das Problem nicht zu lösen. Einerseits sind sie zu voluminös, zu schwer und vor allem durch ihren Verbrauch limitiert. Die einzige Möglichkeit unter den gegebenen Bedingungen – 1000 Kilometer mit selbstgezogenen Schlitten bei extremen Witterungsbedingungen – die Expedition erfolgreich durchzuführen, ist die Nutzung von Solarenergie. Während der Expeditionszeit von Oktober bis Februar ist es in der Antarktis 24 Stunden hell. Das heißt, sofern sich das um diese Jahreszeit übliche Hochdruckgebiet aufbaut, dass ausreichend Sonnenstunden zur Verfügung stehen. Zudem kommt, dass die Strahlung in der Antarktis extrem stark ist. Der Energieverlust durch die niedrigen Temperaturen wird mit einer Art Energiekonservierungssystem so gering wie möglich gehalten. Auf diesem Gebiet wurden von Dr. Melchior bereits zahlreiche Vorarbeiten geleistet, die bei früheren Expeditionen schon erfolgreich eingesetzt wurden. So wurde beispielsweise für die Grönland-Expedition von mir eine eigene körpernahe Stromzufuhr aus den Akkus entwickelt, die es ermöglicht hat, auch bei extrem niedrigen Temperaturen noch Filmaufnahmen durchführen zu können.

Falls es gelingt, die gesamte Expedition gänzlich ohne fossile Brennstoffe durchzuführen, würde das einen entscheidender Durchbruch für zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten im täglichen Leben bringen. Die Bandbreite der Nutzung umfasst dabei alle Geräte, die mit wiederaufladbaren Akkus betrieben werden können. Größtes Interesse gilt dabei dem Bereich der Telekommunikation sowie dem flexiblen Einsatz von tragbaren Rechnern.

Auf der Basis einer effizienten Energieversorgung aufbauend, soll zu dem ein weiteres wissenschaftliches Projekt lanciert werden.
Neben den klassischen PR-Maßnahmen soll erstmals das neue Online-Kommunikationsinstrument des Web-logs sowie die Technologie des Podcastings als neue, innovative Form der Berichterstattung eingesetzt werden.
Die qualitative und quantitative Evaluierung des Projektes soll in Zusammenarbeit mit dem Institut für Publizistik der Universität Wien erfolgen.