Sonne über der Antarktis

Die Atmosphäre, die die Erde umgibt, dient in vielfältiger Weise als Schutzschicht. Ohne sie wäre ein Leben auf der Erde, wie wir es verstehen, nicht möglich. Ein wichtiger Teil dieser Lufthülle bildet die Ozonschicht. Sie schützt Menschen, Tiere und Pflanzen vor den aggressiven Strahlen der Sonne. Durch die Einwirkung von verschiedenen Gasen, wie z.B. Kohlendioxid, Methan, Flourchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), Stickoxide etc. wird diese Schutzschicht zerstört. An einzelnen Stellen ist sie nur mehr halb so dick wie ursprünglich.

Besonders gefährdet ist die Ozonschicht über der Antarktis, da es während der dunklen, kalten Wintermonate zu einer massiven Ansammlung dieser Gase über dem Südpol kommt. Wenn die Sonne Ende September wieder aufgeht, setzt sie eine Kettenreaktion in Gang, bei der die Gase zu regelrechten Ozonkillern werden. So vernichtet z.B. 1 Teilchen Chlor 10.000 Teile Ozon. Das Ergebnis ist, dass das Ozonloch über der Antarktis – in der Graphik als violette Fläche erkennbar – in den letzten Jahren immer größer wurde und sich nach neuen Messungen bereits bis Argentinien, Chile, Neuseeland und Australien ausgedehnt hat.