Länderübersicht

Der Antarktisvertrag ist das Ergebnis einer erfolgreichen wissenschaftlichen Zusammenarbeit zahlreicher Nationen anlässlich des Internationalen Geographischen Jahres 1957/58. Er wurde ursprünglich von 12 Nationen beschlossen und besagt, dass die Antarktis ausschließlich für friedliche und wissenschaftliche Zwecke genützt werden darf. Der Vertrag umfasst das gesamte Gebiet südlich des 60. Breitengrades. Das entspricht 10% der Landmasse und 10% der Ozeane unserer Erde. Gegenwärtig sind es 42 Staaten, die sich zur friedlichen Nutzung der Antarktis bekennen. Sie repräsentieren 80% der Weltbevölkerung.

Im Umweltabkommen von Madrid wurde 1991 die Fortsetzung des ursprünglichen Antarktis-Vertrages um weitere 50 Jahre beschlossen. Ein Meilenstein in der Geschichte der Antarktis. Das umfangreiche Schriftstück erklärt den Kontinent zum Schutzgebiet, ausschließlich nutzbar im Dienste des Friedens und der Wissenschaft. Weiters werden alle Aktivitäten in der Antarktis geregelt. Es verbietet z.B. die Ausbeutung von Bodenschätzen, die Errichtung von Militärstationen oder Endlagerungen von Atommüll. Es bestimmt die Auflagen bei der Durchführung von ortsfesten Forschungsprojekten wie auch von Expeditionen.